AÄG 2015:
Einkünftezurechnung bei Zwischenschaltung einer GmbH

Die bisherige Verwaltungspraxis soll nunmehr ausdrücklich festgeschrieben werden: Bei bestimmten taxativ umschriebenen höchstpersönlichen Tätigkeiten sollen – trotz Zwischenschaltung einer Kapitalgesellschaft – die erzielten Einkünfte grundsätzlich unmittelbar jener natürlichen Person zugerechnet werden, die diese Leistungen erbringt. Damit sollen insbesondere „zwischengeschaltete“ Körperschaften erfasst werden, die formal Vertragspartner des Leistungsempfängers sind und die Leistungen dementsprechend abrechnen. Die Zurechnung soll nur vorgenommen werden, wenn es sich um eine Körperschaft handelt, 
 

  • die unter dem Einfluss der leistungserbringenden natürlichen Person steht und
  • über keinen eigenständigen, sich von dieser Tätigkeit abhebenden Betrieb verfügt.


Die umfassten höchstpersönlichen Tätigkeiten sollen abschließend aufgezählt werden: organschaftlicher Vertreter einer Körperschaft (z.B. Vorstand einer AG, Geschäftsführer einer GmbH oder Vorstand einer Privatstiftung) sowie Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler, Sportler oder Vortragender.
 



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