Mitarbeit von Familienmitgliedern im Unternehmen
Nur unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich nutzbar

Die Beschäftigung von Familienmitgliedern im Unternehmen wird oftmals von den Finanzbehörden steuerlich nicht anerkannt. Gleichzeitig fordert die Gebietskrankenkasse aber bei sogenannter „familienhafter“ Mitarbeit sofort die Anmeldung als Dienstnehmer und die Entrichtung der fälligen Beitragszahlungen - ein klarer Widerspruch zu Lasten der Unternehmer. 

„Ob ein Dienstverhältnis vorliegt, wird stets in einer Einzelfallbeurteilung geklärt. Entscheidende Kriterien sind dabei das Vorliegen einer schriftlichen Vereinbarung zum Dienstverhältnis und die tatsächlich gelebten Verhältnisse. Dies bietet den Behörden beträchtlichen Interpretationsspielraum, der meist zu Ungunsten der Unternehmen ausgelegt wird“, weiß Mag. Georg Gittmaier aus seiner Erfahrung. 

Grundvoraussetzung für die steuerliche Anerkennung ist jedenfalls ein schriftlicher Dienstvertrag zu marktkonformen Bedingungen. Darüber hinaus wird aber auch überprüft, ob der Dienstvertrag in der vorliegenden Form in der Realität auch so gelebt wird. Bei mitarbeitenden Ehepartnern ohne Dienstvertrag wird die Mitarbeit als Ausfluss der ehelichen Beistandspflicht interpretiert. Mitarbeitende Kinder sind bei der Gebietskrankenkasse jedenfalls anzumelden, wenn sie im Betrieb der Eltern mitarbeiten, das 17. Lebensjahr vollendet haben und keiner anderen Erwerbstätigkeit hauptberuflich nachgehen. Andernfalls wird ebenfalls von einer Mitarbeit aufgrund familienrechtlicher Verpflichtungen ausgegangen. 

Gerne beraten wir Sie dabei, das für Sie beste Modell zu erarbeiten. 



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