Österreichs Unternehmen brauchen Risikokapital Kreditklemme verhindert Wachstum und Innovation

Die restriktive Vergabe von Bankkrediten und der schwierige Zugang zu Risikokapital sorgen bei Österreichs Unternehmen zusehends für Wettbewerbsnachteile. Während im Jahr 2014 Risikokapitalgeber weltweit 86,7 Milliarden US-Dollar in wachsende Unternehmen und Start-Ups investierten – die höchste Summe seit 14 Jahren – flossen in Österreich ganze 27 Millionen US-Dollar Risikokapital in die Wirtschaft (Quelle: Ernst & Young). Österreich liegt damit im Europavergleich unter 40 untersuchten Ländern auf dem enttäuschenden 19. Rang. Zum Vergleich: In der Schweiz floss im gleichen Zeitraum das 20fache an Risikokapital in den Markt.

„Angesichts dieser Zahlen ist es kein Wunder, dass sich die Unternehmen immer häufiger nach alternativen Kapitalquellen am Markt umsehen“, betont Steuerberater Mag. Georg Gittmaier. So bietet etwas Crowd-Investing durchaus Möglichkeiten, das benötigte Kapital zu lukrieren. „Wichtig ist es dabei, das bestmögliche Modell für die jeweiligen Anforderungen zu wählen. Dafür muss jeder Fall individuell analysiert werden“, weiß Mag. Gittmaier aus seiner Erfahrung.

Die österreichische Bundesregierung hat Ende März Erleichterungen für Crowd-Funding und Anreize für mehr Flexibilität bei der KMU-Finanzierung angekündigt. Damit soll der zunehmend restriktiven Kreditvergabepraxis der Banken entgegengewirkt werden. 



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