Vermietung: Ab wann ist von Liebhaberei auszugehen?

Für Vermietungstätigkeiten mit Anlaufverlusten wird immer wieder die Frage der Liebhaberei-betrachtung in den Raum gestellt. Von Liebhaberei ist auszugehen, wenn aus dem einzelnen Mietobjekt nicht innerhalb eines angemessenen Kalkulationszeitraumes ein Gesamtüberschuss erzielt wird. Die Zeitspanne zur Erzielung eines Gesamtüberschusses beträgt bei sog. großen Vermietungen (mehr als vier Wohneinheiten in einem Mietobjekt) 25 Jahre, bei einer kleinen Vermietung, wie z.B. einzelnen Eigentumswohnungen 20 Jahre ab dem Beginn der Vermietung. Die angeführten Zeiträume verlängern sich um drei Jahre ab dem erstmaligen Anfallen von Aufwendungen. Die angeführten Zeiträume kommen aber nur zur Anwendung, wenn der Plan des Steuerpflichtigen dahin geht, die Vermietung zumindest bis zum Erreichen eines gesamtpositiven Ergebnisses fortzusetzen. Enthält der Plan hingegen das Vermieten auf einen begrenzten Zeitraum, so muss das positive Ergebnis bereits innerhalb dieses begrenzten Zeitraums erzielbar sein.



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